17. Juli 2017 Matthias Dezes

Talk-Kritik: Abhauen bringt nichts!

… und plötzlich war er weg

Eklat bei Maischberger: CDU-Politiker Wolfgang Bosbach verlässt die Sendung.

Warum das der falsche Schritt war

Wer dem Podium den Rücken kehrt, der überlässt dem Gegner das Feld. So hatte Bosbachs Kontrahentin Jutta Ditfurth leichtes Spiel, ihre Argumentation weiterzuführen – auch wenn Moderatorin Sandra Maischberger sie eigentlich nicht mehr drannehmen wollte.

Was Manager aus Bosbachs Abgang lernen können

Klar doch: Wie man es nicht macht. Aber es gibt noch ein paar Argumente mehr. Wenn ein Gast das Podium verlässt, sagt er damit, dass er mit seinen Argumenten in dieser Runde gescheitert ist. Er gibt kampflos auf. Und das Signal an die, die seine Meinung teilen ist: „Hier haben wir keine Chance, gehört zu werden“.

Wie man es besser machen kann

Wie immer, ist es natürlich die innere Einstellung. Will ich im Ernstfall protestieren, oder will ich auch unter widrigen Umständen – und Jutta Ditfurth bei Maischberger ist zweifellos ein solcher – für seinen Standpunkt werben und souverän auftreten. Immerhin fand Wolfgang Bosbach ja ein Zeitfenster, um seinen Abgang unter anderem mit Unfairness und seinem Herzschrittmacher zu begründen. In dieser Zeit hätte er locker mit einigen Phrasen und Buzzwords die Argumente von Frau Ditfurth konterkarieren und abschmettern können. Dass er das kann, hat er oft genug gezeigt. Schade, dass es diesmal nicht mehr gereicht hat.

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